Westliche Stadtmauerstraße
- Das ab 1745 "an der Mauer" genannte Sträßchen, dessen durch Querstraßen bestimmte Abschnitte im 18. Jh. auch (von Norden nach Süden) in Tiefe Gasse, Baadgaß (==Badhaus), Hirtengang (==Hirtenhaus), Freybankgaß (==Metzgerhandwerk), Feuerspritz Gaß, Altensteinische Gasse (==Altensteinsches Palais), Bruckner Mauer Gaß und Mauerwinkelgaß unterteilt wurden, heißt seit 1881 Westliche Stadtmauergasse bzw. seit 1884 Westliche Stadtmauerstraße.
- Am Südrand der Altstadt von der Hauptstraße abzweigend, führt die Westliche Stadtmauerstraße entlang der im 18. Jh. vor die Westflanke der Vorstädte von Alt- und Neustadt gezogenen, heute aber nur noch in Resten erhaltenen ==Stadtmauer zur Nordwestecke der Neustadt bei der Kuttlerstraße und unterquert dabei seit 1975/76 (tiefergelegt) den Altstadtmarkt.
- Von hier aus verläuft sie dann – unterbrochen durch den ==Bahnhof – schnurgerade bis zur Südlichen Stadtmauerstraße.
- Insgesamt 14 Gebäude stehen unter Denkmalschutz.
- Die überwiegend zwei- und dreigeschossigen Bauten auf der Ostseite sind zumeist Hinterhäuser von Anwesen der Haupt- oder Goethestraße.
- Die weitgehend geschlossene Reihe der historischen Stadtmauerhäuschen, Remisen und Schuppen auf der Westseite – außerdem stehen hier das ehemalige Feuergerätehaus der Neustadt (Nr. 19, Offenes Atelier) und ein spätklassizistisches Nebengebäude des Bahnhofs aus der Mitte des 19. Jh. (Nr. 13) – wurde seit den 1970er Jahren stark dezimiert bzw. verändert und die barocke Stadtmauer dadurch z.T. freigelegt, soweit sie nicht dem Abbruch zum Opfer fiel.