Pauli-Brunnen
- Aus der Pauli-Stiftung standen seit 1878 Mittel für die Errichtung eines
repräsentativen Brunnens auf dem Marktplatz zur Verfügung.
- Ein erster
Entwurf des Direktors der Nürnberger Kunstgewerbeschule Adolf Gnauth
(1840–84) wurde von der Bürgerschaft abgelehnt. Die Entscheidung fiel
1886 zugunsten Friedrich Wanderers (1840–1910) aus Nürnberg, der
dieselben Künstler wie beim Brunnen mit dem ==Fischerknaben heranzog:
Heinrich Schwabe (1846–1924) für das Modell, den Bildhauer Georg
Leistner (1854–1943), den Erzgießer Christoph Lenz (1829–1915) und den
Steinmetz Georg Suter.
- Die Einweihung fand am 8.9.1889 statt. Der vor
dem damaligen Rathaus (==Stutterheimsches Palais) und gegenüber von
==Markgrafendenkmal und ==Schloss als den Wahrzeichen der FAU
aufgestellte, am Stil der Spätrenaissance orientierte Kunst- oder Pauli-Brunnen ist
zugleich ein Denkmal städt. Selbstbewusstseins.
- Vor dem über drei
Stufen erhöhten Hauptbecken sitzen zwei in antike Gewänder gekleidete
allegorische Figuren: die "Erlangia" mit den Zeichen der heimischen
Industrie und des Gewerbes und die Alma Mater mit den Symbolen der
Wissenschaft sowie einer Tafel mit den Namen je eines bedeutenden
Vertreters der damals vier Fak. Reliefporträts der Mgf.
- ==Christian
Ernst und ==Alexander sowie des Prinzregenten Luitpold von Bayern sind
in dem prachtvoll verzierten Aufbau in der Mitte eingelassen, der ein
kunstvolles System von als Fontäne aufsteigendem, aus Löwenköpfen
sprudelndem und aus Schalen oder Muscheln überfließendem Wasser
aufweist.
- Nutzwasser für den Markt läuft aus Masken in die zu Füßen der
beiden Allegorien angebrachten Becken.