Innere Brucker Straße

Für die heutige Innere Brucker Straße waren im 18./19. Jh. verschiedene Namen gebräuchlich:

  • Von 1751–1812 hieß sie "(am) Brucker Thor" (==Stadttore), 1774 findet sich für den Abschnitt zwischen Haupt- und Goethestraße aber auch der Name Göckerleswirthsgasse (nach dem Gasthaus Zum rothen Hahn [= Göcker], Nr. 7).
  • 1745 und 1822 wurde sie dagegen als Teil der ==Friedrichstraße bezeichnet, anderenorts ab 1814 Brucker Straße (offiziell ab 1874) genannt.

Nach dem Bau der Eisenbahn 1844 führte hinter dem verbreiterten ehemaligen Stadtmauerdurchlass ein beschrankter Übergang über die Gleise, der 1938 durch die Fußgängerunterführung ersetzt wurde.

  • Wegen dieser Unterbrechung erhielt der innerhalb der Stadtmauer gelegene Teil 1956 den Namen Innere Brucker Straße, der andere die Bezeichnung ==Äußere Brucker Straße.

Abgesehen von einem rücksichtslos unmaßstäblichen Neubau, dem 1971 u.a. die ==Thalerei zum Opfer fiel, sind die für die Nebenstraßen typischen zweigeschossigen Reihenhäuser weitgehend erhalten.

Die im Laufe der Zeit sich entwickelnde Formenvielfalt wird deutlich im Vergleich der Gebäude Nr. 8/10 und 22. Einziges Beispiel eines zur Straße hin sichtbaren, die geschlossene Blockbebauung unterbrechenden Gartengrundstücks findet sich an der Ecke zur Goethestraße