Westliche Stadtmauerstraße 31 - ehemaliges Badhaus
- Das erstmals 1409 erwähnte städt. Badhaus lag wegen der größeren Brandgefahr außerhalb der Stadtmauer.
- Durch das an der Nordwestecke sichtbare Hohenzollernwappen auf spätmittelalterlichem Spitzschild lässt sich das urspr. eingeschossige Gebäude in die Zeit nach 1402 datieren.
- Der Pächter, in der Regel ein ==Bader, musste wöchentlich 31 Pf. in die Stadtkasse entrichten.
- Außer seiner Wohnung gab es im Badhaus drei Badstuben.
- Vor dem Haus lag der Badbrunnen.
- Zwei dazugehörende Gärtlein grenzten nach Westen an die große Badwiese (==Fuchsenwiese).
- Über den Badebetrieb ist nichts bekannt.
- Vermutlich wurden vor der Reformation auch in Erlangen sog. Seelbäder abgehalten, bei denen arme Leute eine Mahlzeit und ein Bad erhielten, und dafür des Stifters gedenken mussten.
- 1720 verkaufte der Magistrat das seither nicht mehr als solches genutzte B. für 550 fl zugunsten des Wiederaufbaus der Altstädter Kirche.
- Im 18. Jh. wurde das Gebäude durch die neue Zollmauer mit in den befestigten Stadtbereich einbezogen.
- Der Zugang erfolgt seither an der damals einhüftig erhöhten Traufseite von der nachträglich aufgeschütteten Westlichen Stadtmauerstraße aus. Eine umfassende Renovierung erfolgte zuletzt 1991.