Goethestraße 1 (Fam. Nachtmann)
- Vermutlich im Jahre 1701 wurde der steinerne Fuß erbaut. Diese Grundmauer des Gebäudes ist mit seinen geohrten Fensterrahmung und den Quasten heute noch erhalten.
- Im Jahr 1753 erwarb die Stadtgemeinde Erlangen das Grundstück als „Teil der Niederlage und der Stadtwaage“ von Herrn Daniel Hofmann (Apotheker in Scheinfeld)
- Das Grundstück wurde Bestandteil der Erlanger Schranne
- Bis 1994 wurde das Gebäude irrtümlich als Feuerwehrgerätehaus in der Denkmalliste geführt.
- Am 19. August 1889 wurde hier das Volksbad eröffnet
- 1905/06 erfolgte die Erweiterung des Heizraumes im hinteren Anbau
- Am 18. Januar 1957 kaufte der Waschmittelgroß- und -einzelhändler Walter Schönstein sen. (Goethestraße 5) das Anwesen, um unter anderem Stellplätze zu besitzen. Zu diesem Zweck wurden im hinteren Anbau zwei Garagen eingebaut.
- Dieser vermietete das Gebäude lange Jahre an das Fotogeschäft Rindt in Erlangen.
- Danach diente es der Firma Patig als Ausstellungs- und Lagerraum.
- Am 20. März 1991 überlies Walter Schönstein jun. das Anwesen seiner Tochter Renate Nachtmann (geb. Schönstein)
- In den Jahren 1991/1992 erfolgte eine komplette Entkernung des Gebäudes und Aufstockung. In der Planung wurde hier sehr viel Rücksicht auf die erhaltenswerte Substanz genommen, hier wurde nicht nur die frontseitige Fassade erhalten, sondern auch ein bestehender Giebel im hinteren Gebäudeteil wieder aufgesetzt. Das Gebäude wird ausgestattet mit 4 Zimmern, einer Dachterrasse und 3 Stellplätzen.
- 1992 wurde das Haus von der Familie Nachtmann bezogen.
- 1998 erfolgte ein weiteren Umbau, hier wurden die Ausstellungsräume im Erdgeschoss in Wohnräume umgewandelt
Volker Nachtmann, 16.06.2011