Goethestraße
- Der bereits um 1700 bis zur Südlichen Stadtmauerstraße verlängerte Teil der grande Rue der barocken Stadtanlage von J.M. ==Richter gliederte sich im 18. Jh. in kurze, durch die Querstraßen bestimmte Abschnitte (Spitalstraße, Grüne Baum Gaß, Plantagegasse, Brucker Gaß und Fabrikantengasse bzw. Christian Gaß).
- Verschieden Namen:
- Ab 1812 hieß der gesamte nördliche Abschnitt bis zur Inneren Brucker Straße Spitalstraße, der südliche Herrenstraße.
- 1899 erhielt sie zum 150. Geburtstag Goethes ihren heutigen Namen.
- 1936 erfolgte der Durchbruch nach Süden durch die Stadtmauer zur Güterhallenstraße.
- Im nördlichen Bereich und dem ==Richterschen Eck lässt sich die einstige Wirkung der barocken Planstadtarchitektur gut nachvollziehen. Dort ist im Bürgersteig vor dem ehemaligen ==franz.-ref. Spital (Nr. 2) eine Platte mit dem Stadtgrundriss von 1686 eingelassen.
- Bemerkenswert ist das im 18. Jh. an einer Nebenstraße dreigeschossig erbaute Haus Nr. 54 mit aufwendiger Fassadengestaltung; der schöne Innenhof kann an Werktagen besichtigt werden.
- Gedenktafeln erinnern an den Mathematiker P. ==Gordan (Nr. 4), den Philologen Karl v. Nägelsbach (Nr. 9) und den ref. Theologen C. ==Krafft (Nr. 46). An Haus Nr. 44 befindet sich das Handwerkszeichen einer Handschuhmanufaktur, ein goldener Handschuh, an Nr. 31 ein steinernes Bäckerzeichen.