Fußgängerzone

  • Nachdem erst 1970 die vielbefahrene ==Bundesstraße 4 aus der Hauptstraße verlegt worden war, wurde 1973 ein umfassendes Konzept zur ==Altstadtsanierung beschlossen.
  • Dabei sollte die Einführung von F. den überbordenden Autoverkehr eindämmen, das unterentwickelte Einkaufs- und Dienstleistungsangebot (==Einzelhandel) fördern und die historische Innenstadt schützen.
  • Als Zentralbereichsachsen wurden im wesentlichen die Hauptstraße zwischen Kuttlerstraße und Neuem Markt und die Verbindung vom Bahnhof zum Bohlenplatz ausgewiesen.
  • Im Dez. 1973 erprobte man erstmals an den Samstagen die Sperrung der Hauptstraße für Fahrzeuge.
  • Am 22.5.1976 wurden der Ostteil des Hugenottenplatzes und die Untere Karlstraße als permanente Fußgängerzone eröffnet.
  • Die Entwicklung zur autofreien Innenstadt blieb aber nicht ohne Widerspruch:
    • So formierte sich 1982 eine Bürgerinitiative gegen die geplante Sperrung der Hauptstraße und den Wegfall von Parkmöglichkeiten.
    • Erst nachdem Parkhäuser und Entlastungsstraßen auf- und ausgebaut waren – Kosbacher Damm und Westtangente hatte man zurückgestellt – , wurden der neugestaltete Schloss- und Marktplatz, die Hauptstraße zwischen Heuwaag- und Henkestraße sowie angrenzende Randstraßen 1985 von der rot-grünen Koalition des Stadtrats zur Fußgängerzone erklärt.
  • 1987 folgte die Fußgängerzone am Neustädter Kirchenplatz, 1989 wurde schließlich die Fußgängerzone – begleitet von Baumanpflanzungen und anderen Maßnahmen zur Stadtverschönerung – als "fußgängerfreundlicher Bereich" über Hauptstraße und ==Nürnberger Straße bis zum Neuen Markt verlängert. Hier sind auch Busse, Taxis und Radfahrer zugelassen; letztere sind jedoch in den eigentlichen Fußgängerzone ebenfalls häufig anzutreffen.