Mit freundlicher Genehmigung der Erlanger Nachrichten
ERLANGEN - Die Polizei hat angekündigt, in der Goethestraße verstärkt auf die Einhaltung der Durchfahrverbote zu achten.
Rechtsreferentin Marlene
Wüstner, Herbert Lerche (Leiter des Ordnungsamts), Hardo Frühwald
(Bereichsleiter Stadtverkehr) und Polizeichef Adolf Blöchl wollen in der
Goethestraße durchgreifen.
Foto: Bernd Böhner
Rechtsreferentin Marlene
Wüstner, Herbert Lerche (Leiter des Ordnungsamts), Hardo Frühwald
(Bereichsleiter Stadtverkehr) und Polizeichef Adolf Blöchl wollen in der
Goethestraße durchgreifen.
Von November 2010 bis März 2011 wurden 39 Überwachungen in
der Goethestraße durchgeführt und 188 Verwarnungen ausgesprochen. 15
Euro kostet es, in der Goethestraße erwischt zu werden. Aber ab sofort
gilt: „Jetzt gibt es keine Ausreden mehr“, so Blöchl. „Notorische
Ignoranten des Durchfahrtverbots müssen mit höheren Strafen rechnen“.
Notorische Störer müssen damit rechnen, bei der Führerschein-Stelle der
Stadt gemeldet zu werden.
Die Stadt macht ernst, kündigt auch
Rechtsreferentin Marlene Wüstner an: „Es gibt klare Regeln in der
Goethestraße. Diese klaren Regeln müssen eingehalten werden“. Wer
mehrfach bewusst gegen die Verkehrsregeln in der Goethestraße verstoße,
müsse auch mit Punkten in Flensburg rechnen. Ein erneuter
Verkehrsunterricht sei auf jeden Fall möglich.
Die klaren Regeln
für die Goethestraße: Vom Süden kommend dürfen nur Anlieger, Taxen,
Busse und Radfahrer bis zur Calvinstraße fahren, alle anderen Autofahrer
müssen in die Innere Brucker Straße abbiegen. Am Bahnhofsplatz ist die
Durchfahrt nur noch für Busse erlaubt. Vom Norden kommend können Taxen
und Lkw über den Bahnhofplatz fahren. „Und überall gilt Tempo 20“, sagt
Marlene Wüstner.
Hardo Frühwald, Bereichsleiter Stadtverkehr der
Erlanger Stadtwerke, berichtet, dass in der „wichtigsten Straße für den
Busverkehr werktäglich 1200 Busse in südlicher Richtung fahren, in
nördlicher Richtung sind es 800“. In der ersten Märzwoche sei eine
Geschwindigkeitsmessung in der Goethestraße durchgeführt worden. Dabei
habe sich gezeigt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit 21 km/h
betragen habe.
„Die Goethestraße ist wegen der geringen
Geschwindigkeit kein Unfallschwerpunkt“, sagt Polizeichef Blöchl. Es
gebe zwar Ausreißer, aber die seien nicht die Regel. Dennoch will die
Polizei mit Laserpistolen die Einhaltung des vorgeschriebenen Tempo 20
kontrollieren. Vielmehr soll aber die Einhaltung der anderen
Verkehrsregeln überprüft werden. Blöchl: „Viel zu viele Autofahrer
missachten die Vorschriften“. Wer künftig bei einem Verstoß erwischt
wird, muss die Buße sofort in bar bezahlen. „Das tut erfahrungsgemäß den
Autofahrern am meisten weh“, sagt Adolf Blöchl.
Auch Herbert
Lerche, Leiter des Ordnungs- und Straßenverkehrsamtes, kündigt an, dass
die kommunale Verkehrsüberwachung verstärkt in der Goethestraße
kontrollieren wird. Und Marlene Wüstner verspricht, dass die Stadt an
einem Tag im Frühjahr in der Goethestraße „alles kontrollieren“ will.
EGBERT M. REINHOLD