Durchfahrtsverbot am Bahnhofplatz

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Das Durchfahrtsverbot am Bahnhof und die Verkehrsbelastung in der Goethe-und Heuwaagstraße sind ein Thema, das in den vergangenen 3 Jahrzehnten viele Gemüter erregt hat und große Teile der Bürgerschaft, Stadtrat und Verwaltung und die Polizei beschäftigt.

 

Ziele der Sperrung des Bahnhofplatzes für den motorisierten Individualverkehr (PKW und Motorrad) sind:

  • die Innenstadt vom Durchgangsverkehr frei zuhalten
  • die Gefahrenstelle des von Fußgängern stark frequentierten Bahnhofplatzes zu entschärfen
  • die Attraktivität der Goethestraße und des Bahnhofumfeldes zu erhöhen

 

Durch die bauliche Umgestaltung der Goethestraße am Bahnhofplatz sollten diese Ziele unterstützt werden.

 

  • Von Süden kommend dürfen nur Busse den Bahnhofplatz queren.
  • Von Norden her dürfen Busse, Taxen und LKWs den Bahnhofplatz Richtung Süden legal überqueren.
  • Die Stadt Erlangen hat alle weiteren Sondergenehmigungen für die Durchfahrt seit 2011 aufgehoben.

 

Wir wollten es genau wissen

Ein Jahr nach der Umgestaltung des Bahnhofplatzes und der Sanierung der Goethe- und Heuwaagstraße wollte der Verein „Bürger für die Goethestraße e.V.“ Genaueres über das Verkehrsverhalten wissen und dokumentierte am 06.10.2011 von 7.50 Uhr bis 18.30 Uhr die Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot am Bahnhofplatz.

Dabei zeigte sich, dass über 600 Verkehrsteilnehmer das Durchfahrtsverbot nicht beachten und damit die o.g. Ziele verfehlt werden.

Überraschend war auch die hohe Anzahl der Taxen, die den Bahnhofplatz queren, es waren 305 Taxen in 11 Std. Die Delikte von Motorrollern und Motorrädern wurden nicht erfasst.

  • 44% der Fahrzeuge haben Kennzeichen ER,
  • 17% ERH,
  • 12 % N,
  • 27% tragen andere Kennzeichen.
  • Es wurden auch Fahrzeuge der Stadt ER, der ESTW und des BRK registriert.

 

Neben den Verstößen am Bahnhofplatz wurde vom Verein am 26.09.2011 auch eine Verkehrszählung und -erhebung des gesamten Richtungsverkehrs am Bahnhof durchgeführt.
Die Auszählung ergab, dass 744 Fahrzeuge den Bahnhofplatz gegen das Durchfahrtverbot passierten.

 

 

Ergebnisse der Untersuchung

Verantwortliche sind informiert

Der Verein übergab seine Untersuchungsergebnisse an die Polizei, die Verkehrsüberwachung KVÜ, das Ordnungsamt sowie an das Amt für Verkehrsplanung.

Damit erhielten alle Beteiligen eine saubere Datengrundlage über die Verkehrszahlen und die Häufigkeit von Verstößen gegen das Durchfahrtsverbot am Bahnhofplatz, um auf dieser sachlichen Basis künftige Diskussionen führen zu können.

Die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und der Polizei werden aufgefordert die Probleme am Bahnhofplatz endlich zu lösen.

Die Vereinsmitglieder bieten hierzu Ihre Mitarbeit an und haben dazu der Stadt Vorschläge und Fragen übermittelt.